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zu laſſen, daß ſelbſt begüterte und beglückte Fürſten dem allgemeinen Schickſal der Sterblichen unterliegen. Dieſen Kummer verurſachte ihm der immer noch nicht geſchlichtete Zwieſpalt mit ſeiner Schweſter Hildegard, die ſeine Verbindung mit Elsbeth Waldſtein als eine vollendete Mißheirath betrachtete, wodurch nothwendig eine Trennung auf Lebenszeit zwiſchen ihnen erfol⸗ gen müſſe. 3 Bruno hatte jedes Jahr mehrmals an ſie geſchrie⸗ ben, namentlich zu ihren Geburtstagen, an denen ſie als Kinder immer ſo glücklich zuſammen geweſen wa⸗ ren; er hatte in dieſen Briefen ſein ganzes Herz ſprechen laſſen, wie es früher und auch jetzt noch war, zärtlich und warm, er hatte der Schweſter ſein Glück geſchildert und die Tugenden der braven Elsbeth in's hellſte Licht geſetzt, aber alles dies hatte ihm nichts geholfen und die ſparſamen und wortkargen Antworten der aufgebrachten Fürſtin waren ſogar von einer Be⸗ ſchaffenheit geweſen, daß er endlich alle Luſt verlor, die ſo ſehr begehrte Correspondenz länger fortzuſetzen. Am meiſten verwunderte und am tieſſten verletzte ihn mehrmals die ganz eigenthümliche Gefühlshärte und beinahe Empfindungsloſigkeit, die ſich in den Briefen aus B... ausſprach, und die Erklärung dieſer, der Schreiberin ſonſt gar nicht gewöhnlichen Stimmung
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