Teil eines Werkes 
3. Band (1876)
Entstehung
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dem ich vertraute, weil dieſe Zerſtreuung, zu der Sie in einem Augenblick der Unthätigkeit und des Ueber⸗ druſſes ein argloſes Kind mißbrauchen, für das Herz meiner Mündel das Elend eines Lebens bedeuten würde. Noch zwei Jahre habe ich nach dem Willen ihres Vaters und nach dem Geſetze das Recht, über Fiammetta zu wachen. So lange wird ſie nie die Ihre werden und ich will allen Einfluß, der mir bei ihr geblieben iſt, anwenden, daß ſie nach Ablauf dieſer Friſt geheilt ſein wird, wenn Sie ſelbſt inzwiſchen Ihre Laune nicht vergeſſen haben ſollten.

Bleich und ruhig ſtand Carloni vor dem erzürn⸗ ten Prieſter.

Ihre Sorge für die Tochter des Freundes macht Sie ungerecht. Sie ſcheinen anzunehmen, daß ich Fiammetta an mich zu feſſeln geſucht habe, als ich ſelbſt nicht Herr meines eigenen Schickſals war. Eure Ehr⸗ würden ſind darin im Irrthum. Als mir die drohende Ausweiſung bekannt geworden, blieb ich Fiammetta fern und wollte mich in Vergeſſenheit bringen, wenn ſie wirklich an mich dachte. Geſtern, im Begriff mich den Behörden meiner Heimath auszuliefern, traf ich in Agno, durch das ich fahren mußte, wieder mit ihr zuſammen und konnte ihrer Begegnung nicht aus⸗ weichen, ohne ſie vor ihrer eigenen Dienerin bloszu⸗