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Nach einiger Zeit erſchien auch Pater Lazzardi. Er war noch in den Kleidern, in denen er die Meſſe gehalten hatte und die ſteife ſchwarze Mütze gab ſeinem bleichen Antlitz etwas Ascetiſches, der Erde Fremdes, das wie mit eiſigem Hauch Carloni's glühende Wünſche ſtreifte.
Der Pater war ſichtlich betroffen, als er den einſtigen Schüler ſah. Ein Blick in deſſen Antlitz machte ſeine Züge nur noch finſterer.
Ernſt erwiederte Lazzardi den Gruß Carloni's und lud ihn mit einer kühlen Handbewegung ein ihm zu folgen.
Die zum Balkon führende Thüre war verſchloſſen und das Empfangszimmer des Prieſters erſchien un⸗ heimlich öde. Es fiel Carloni auf, daß die vertrock⸗ neten Orangen von ihren Taſſen verſchwunden waren.
Der Prieſter blieb aufrecht in der Mitte des Zim⸗ mers ſtehen und nur in ſeinen leiſe bebenden Lippen verrieth ſich die Unruhe, mit welcher er den Mitthei⸗ lungen ſeines Gaſtes harrte.
„Sie wiſſen ohne Zweifel bereits“, begann Car⸗ loni,„daß die uns Flüchtlingen drohende Ausweiſung zurückgenommen iſt, daß uns alſo nichts mehr hindert, in Lugano oder einem andern Orte des Cantons uns niederzulaſſen und das Bürgerrecht zu erwerben.“


