Teil eines Werkes 
3. Band (1876)
Entstehung
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Wie einſt ſetzte er ſich auf die niedrige Mauer und ſah hinab in die qualmenden Schornſteine des Dorfes, aber Niemand ſtörte ihn dabei.

Mars war von der unſichtbaren Tereſina ein⸗ geſchloſſen worden, damit er nicht dem Pfarrer in die Kirche folge. Das dreimalige Klingeln der Miniſtran⸗ tenſchelle und das Murmeln der andächtigen Schaar bewies, daß die Meſſe bei ihrem Höhepunkt, der Com⸗ munion angekommen ſei.

Carloni erinnerte ſich, daß es Sonntag ſei. Sonntag! Sein ganzes künftiges Leben erſchien ihm jetzt ein einziger Tag der Ruhe und des Friedens, da Fiammetta ihn liebte. Endlich war die Meſſe zu Ende. Erſt drängte ſich die Dorfjugend mit ſchüchterner Un⸗ gezogenheit aus der Kirche. Dann kamen die Alten die Männer mit der Würde der Einfalt, daß ſie ihre Pflicht gethan, die Frauen noch mechaniſch ein Gebet murmelnd und ſchon mit dem halben Herzen im Dorf. Das Alles ſah Carloni, denn glückliche Liebe iſt ſcharfſichtig und er verſtand auch das Erröthen und das Augen Niederſchlagen der jungen Dirne, die an jenem huſtenden Burſchen ſo dicht vorüber mußte.

Endlich waren ſie alle vorbei, nicht ohne mit ernſter Neugier den Fremden angeſtaunt zu haben, der ihnen ſo freundlich zunickte.