Lehre, der für die großen Kaufherrn die Schilder für ihre Gewölbe malte. Da ſtand ich dann ſpäter ſelbſt auf der Leiter und malte, was der Meiſter mir auf⸗ trug, Thiere und Früchte, Land und Waſſer, wie es eben gebraucht wurde. Aber am meiſten malte ich das Meer, wie ich es liebte, nicht glatt und ſilbern, ſon⸗ dern graugrün und ſchaumbedeckt, tobend und wild, wenn der Sturmwind darüber hinrast und die Schiffe umherſchleudert, wie welke Blätter.
„Eines Tages ſagte mir der Meiſter, er könne mir nichts mehr lehren, und halte es für unrecht mich noch länger für ſich arbeiten zu laſſen. Es braver Mann, und hat nie erfahren, brauchte, um nur das
war ein daß ich Jahre zu verlernen, was ich bei ihm gelernt;— wie man nicht malen ſoll. Als mein Vater ſtarb, ward ich frei, zu gehen wohin ich wollte, und ich ging nach Italien. Fragt nicht nach den Entbehrungen und Kämpfen, die es mich koſtete, um nur zu dem geweihten Boden Rom's zu gelangen, und nach den Anſtrengungen, einen Meiſter zu finden. Endlich gelang es; vom Farbenreiber ward ich der Schüler meines Herrn, dann ſein Freund; meine Bil⸗ der— ich malte faſt nur Seeſtürme, wurden bald geſucht und auch bezahlt, weil ſie anders ausſahen, als man gewohnt war. Die Wenigſten kannten ja
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