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Eines Tages mußte ich eine Anzahl fertiger Blätter in die Fabrik tragen; da ſah ich viele Menſchen vor dem Hauſe eines reichen Krämers ſtehen. Neugierig trat ich hinzu, und ſah einen Mann, der auf einer Leiter ſtand, und über der Hausthür ein Bild zu be⸗ feſtigen ſuchte, das die Aufmerkſamkeit der Vorüber⸗ gehenden erregt hatte. Ich beſah es und begann laut zu lachen. Unwillig drehte ſich der Mann um und fragte, was ich wolle. Ich lachte nur noch lauter und ſagte endlich:
„Euer Bild iſt ſchön, aber was ſtellt es vor? es iſt ja ſo blau wie der Mefrouw von Suplen Feſttags⸗ gewand mit den goldenen Knöpfen.“
Zornroth im Geſicht ſah der Mann mich an:
„Freilich könnt Ihr nicht wiſſen, was es vor⸗ ſtellt, Ihr waret nie in dem ſchönen Italien, und werdet wohl auch nie dahin kommen, denke ich! ſonſt wüßtet Ihr, daß der Himmel dort noch blauer iſt, und daß die Orangen, die dort wachſen, noch gelber ſind, als dieſe da, Ihr Gelbſchnabel.
Unter dem lauten Gelächter der Umſtehenden ging ich weiter, und von dem Augenblicke an war meines Lebens Wunſch, nach Italien zu gehen und dort ein großer Maler zu werden. Endlich ließ ſich mein Va⸗ ter erbitten und that mich zu einem Maler in die


