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Kniee und preßte ſeine glühende Stirn auf die Hand des Grafen, während er mit thränenerſtickter Stimme flüſterte:
„Ich bin Eurer Huld nicht werth, aber habt Er⸗ barmen mit mir; ich bin noch unglücklicher als ver⸗ worfen.“
„Unter meinem Dach ſeid Ihr ſicher“, entgegnete der Graf ernſt,„morgen werde ich Cure Geſchichte hören— ein Borromeo hat noch nie ſeinen Gaſt verrathen.“.
.„Nein, hört mich heute noch!“ flehte der Maler, „ich finde keine Ruhe, ehe Ihr wißt, wie ich zum Verbrecher ward, Ihr ſollt mein Richter ſein.“
„So kommt.“.
Schweigend ſchritten die beiden Männer durch den dämmerigen Pallaſt. Im Studirzimmer hielt der Graf inne; vorſichtig verriegelte er die Thür zum Vorgemach, und ſchloß die dichten Falten der Vorhänge über dem Eingange; dann deutete er auf einen Sitz im Erker, wo der Blick über den immergrünen Hain hinausſchweifte, auf den im Abendwinde leiſe zittern⸗ den See, bis zu den Spitzen der Schnee⸗Gebirge, die von der ſcheidenden Sonne roſig angeglüht über die
dunklen, bewaldeten Höhen der Vorberge herüberſchim⸗ merten.


