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„Verzeiht mir, edler Graf!—“ flüſterte er er⸗
„Nicht hier“, wehrte der Graf ab, der ſich Vor⸗ würfe machte über ſeine Unvorſichtigkeit;„Ihr ſollt mir ſpäter berichten, was Euch zu ſagen gefällt— ich fürchte, ich habe Euch bereits zu ſehr ermüdet.“
„Nein nein“, bat der Fremde,„gewährt mir noch eine kurze Zeit hier zu verweilen!“ und haſtig ſchritt er an den Wänden entlang. Dort hingen Portraits und Landſchaften, Heiligenbilder und Scenen aus dem Leben, alle wohl geordnet und mit Unterſchriften verſehen. Vor dem großen Bilde hielt er inne und preßte wie unbewußt die Hand auf's Herz. Das Bild ſtellte einen Seeſturm vor. Auf den wildempör⸗ ten Wogen des Meeres treibt ein ſteuerloſes Boot, ein Mann in Fiſchertracht klammert ſich an den halbzer⸗ brochnen Maſt, und ſchaut angſtvoll nach Rettung aus; Schaum überdeckt ihn, der Sturm zerwühlt ſein blondes Haar und peiſcht ſein Kleid; am Himmel ja⸗ gen zerriſſene Wolken, fahlgelber Schein erfüllt die Luft; in der Ferne am Horizont verſchwindet ein großes Schiff, und mit ihm die Rettung für den un⸗ glücklichen Fiſcher...
Der Graf war näher getreten:
„Eine Perle meiner Sammlung“, ſagte er, in der
v. Schlägel, Deutſch und Wälſch. III.


