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Aber nur einen Augenblick zögerte der Fremde, dann trat er in die Rotunde, und ſein roſig angeſtrahl⸗ tes Geſicht erſchien dem Grafen plötzlich jung und ſchön unter dem Ausdrucke gerührter Ueberraſchung, der es verklärte. Alle Müdigkeit ſchien von ihm gewichen; mit elaſtiſchem Schritt ging er von einem Bildwerk
zum andern und begrüßte ſie wie theure Freunde.
Donato war nicht mehr verwundert, als ſein Schütz⸗ ling auch die ſeltenſten kannte und die Namen ihrer Schöpfer zu nennen wußte. Eine Weile überließ er ihn ſeinem Genuß, dann öffnete er lautlos eine an⸗ dere Flügelthür, geſpannt auf ſeinen Gaſt blickend, um
ſſiich an deſſen neuer Ueberraſchung zu weiden. Aber
war es nur das grellere Licht, oder legte ſich wirklich eine fahle Bläſſe über das eben noch ſo belebte Ge⸗ ſicht des Fremden? es ſchien, als wiche er zurück vor dem großen Bilde an der gegenüberliegenden Wand, das ihm aus koſtbarem Rahmen entgegenblickte. Starr ſchaute er in das geöffnete Gemach, und widerſtrebte mit ſo ungewohnter Heftigkeit der Hand des Grafen, der ihn über die Schwelle führen wollte, daß dieſer befremdet zur Seite trat, um die Thür wieder zu ſchließen. Aber mit einem gewaltſamen Entſchluß faßte ſich der Fremde und hob bittend die Hand, dann trat er wie furchtſam über die Schwelle:
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