Teil eines Werkes 
3. Band (1876)
Entstehung
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umher; hier die mühevolle Erwerbung eines ausländi⸗ ſchen Gewächſes erzählend, dort die ſeltenen Eigen⸗ ſchaften einer überſeeiſchen Blume erklärend; immer voll Geiſt und Laune, und immer bemüht, dem ein⸗ einſilbigen Gaſt einen Blick angeregten Verſtändniſſes oder ein flüchtiges Lächeln abzugewinnen. Denn er hatte lange erkannt, daß es weniger körperliches als tiefes Seelenleiden war das der völligen Geneſung ſeines Schützlings entgegenwirkte.

Als der Graf ſeinen Gaſt ſtark genug glaubte zu größeren Anſtrengungen, führte er ihn in ſeine Gemächer im Palaſt, um ihm die von alten Büchern, Inſekten, Mineralien und kunſtvoll geſchnitzten Gemmen reichen Sammlungen zu zeigen, die ſeine Vorfahren und er dort ausgeſtellt hatten, und mit Freude bemerkte er die erwachende Theilnahme im müden Geſicht ſeines Begleiters. Aber ſeine Beobachtungen reichten doch nicht hin, ihm den Stand oder Beruf ſeines geheim⸗ nißvollen Gaſtes errathen zu laſſen, wie er vielleicht gehofft hatte; denn derſelbe verrieth durch nichts, was etwa beim Anblick all der ſeltenen und ſchönen Dinge in ihm vorging. Gelehrter und Forſcher war er nicht, ſoviel ward dem Grafen klar, auch nicht Bildſchnitzer oder etwas Aehnliches; denn er hatte mit demſelben ruhigen Blick die ſeltenen Handſchriften und Karten