Teil eines Werkes 
2. Band (1876)
Entstehung
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Willen! Der Sonnenſchein und Erna gehören zuſam⸗

men. Und wenn ſie auch manchmal grauſam iſt, wie

ein Kind, das Käfer ſpießt, ohne zu denken, daß es weh thun könnte— ſie hat auch das Recht, ungerecht zu ſein. Die Welt darf nicht untergehen, weil Erna auf ihr leben und glücklich ſein muß.— Vergib mir,

Wotte! ich hatte mit echt weiblicher Logik vergeſſen,

daß Du ja auch noch auf der Welt biſt!— Nun ja, auch Deinetwegen muß die alte Welt am Leben blei⸗ ben, damit ich Dich lieben kann— und Erna, trotz⸗ dem Du mir ſagſt, daß ſie es nicht werh iſt.

Du ſiehſt, ich nehme faſt Stellung gegen Dich, trotz⸗ dem ein Weltuntergang zwiſchen dieſem Brief und Deiner Antwort liegt. Ich kann nicht anders, ſchon jetzt erſcheint mir wie der ſchwärzeſte Verrath, was ich über Erna ſchrieb. Doch ich habe Dir einſt Aufrichtig⸗ keit gelobt, und daher magſt Du auch, wie ſonſt, un⸗ verkürzt erfahren, was in den letzten Tagen das Herz Deiner zwanzigjährigen Penſionärin bewegt hat. Be⸗ denke doch! Erna iſt ſo viel jünger wie ich, faſt zwei Jahre und ich bilde mir ein, daß man in dieſen zwei Jahren um Vieles älter wird... Mit achtzehn Jah⸗ ren tritt das Mädchen bei uns ja erſt in die Welt, und„Kriegsjahre zählen doppelt“, wie unſer Vetter.

der Lieutenant ſagen würde. 3*