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Roſen umrankt, am Ende einer Allee uralter Eichen zum Vorſchein kam.
Es war die ſchönſte Campagne unter all' den ſchönen und geſchmackvollen Anlagen der Gegend, und die Ausſicht, die man theilweiſe von der Straße aus wahrnehmen konnte, eine ebenſo liebliche wie groß⸗ artige.
„Ich habe nicht gewußt, wem das Schloß gehört“, antwortete ſie leichthin.
„Dem jungen Herrn Silvain gehört es, erwiderte die Frau, froh, dem zurückhaltenden Mädchen gegen⸗ über einmal nach Herzenluſt reden zu können.„Er hat aber noch ein großes Haus in der Stadt; ſeine Mutter und Schweſter leben bei ihm, und die drei Schweſtern ſeines ſeligen Vater.“
Das waren die Tanten, von denen Roger mit ſo viel Bitterkeit geſprochen— es konnte kein Irrthum obwalten; aber warum hatte er ihr ſeinen vollen Namen verſchwiegen?
„Noch iſt er nicht verheirathet“, erzählte die Frau weiter,„aber verlobt iſt er ſeit Langem... was fehlt Ihnen, Fräulein?“ unterbrach ſie ſich, als das junge Mädchen zuſammenzuckte.
„Nichts, ich habe mich ein wenig verbrannt“, ent⸗ gegnete Roſe, die den Kaffee bereitete, ruhig.


