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„Verlobt mit der reichſten Erbin der Stadt“ ſprach die Alte weiter,„die Verwandten von Beiden haben die Partie ſchon lange beſchloſſen, aber er mag 2 ſich wohl noch nicht binden, er iſt ja noch ſo jung.“ Als Roſe hartnäckig ſchwieg, begann die Frau wieder:„Das Mädchen kann ſich Glück wünſchen zu einem ſolchem Manne, der ebenſo gut iſt, wie reich. .. Sehen Sie dort die Weinberge— ſie ſind faſt
alle vom Hagel zerſtört; aber die armen Leute brauchen ſich nicht zu grämen; ſie gehen zu Herrn Silvain, der läßt Keinen in Noth kommen... Er iſt freilich ein wenig ſonderbar und hat ſeltſame Einfälle;— ſo
hauſt er tagelang da unten in dem alten Schloſſe im Sumpfe und geht allem Beſuche aus dem Wege: aber er kümmert ſich nicht darum, was die Leute ſagen, er weiß wohl, daß die reichen Leute ſich mehr er⸗ lauben dürfen, als andere.“
Der Kaffee war indeß fertig geworden und die Frau trug ihn hinaus in die Laube. Roſe folgte ihr, aber ſie blieb ſtill und einſylbig, und lehnte den Vor⸗ ſchlag des Onkels, ihn am Nachmittag noch einmal nach Roöll⸗B0 zu begleiten, faſt mit Heftigkeit ab. Wie leichte Verſtimmung legte es ſich allmälig auch über die erſt ſo heiteren Züge Roger's und er erhob ſich gleich nach dem Frühſtück, das er kaum berührt * v. Schlägel, Deutſch und Wälſch. I.“ 16


