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wie die Nacht vorrückte. Die Lichter brannten herunter, die Gluth im Camin, der es an Nahrung fehlte, ver⸗ glomm allmählig und fiel in Aſche zuſammen, die von den vereinzelten Windſtößen als grauer Hauch in's Gemach getrieben wurde, und es ſchien Roſe, als habe ſich eine kalte, graue Aſchenſchicht auch über das Herz des Schloßherrn gelegt, ſeit er mit ſeinen Ge⸗ danken wieder in die Alltagswelt zurückgekehrt war, die er für eine kurze Weile vergeſſen hatte.
Plötzlich ſtand er auf. Die Lichter erloſchen ziſchend und in das Fenſter fiel mit fahlem Schimmer das erſte Tagesgrauen, in welchem die beiden jugend⸗ lichen Geſichter bleich und erſtorben ausſahen, wie die Geiſter des verſunkenen Schloſſes.
„Ich bin ein Egoiſt, Fräulein Roſe“, ſagte der Schloßherr in leichtem Tone;„der Tag bricht an und Sie haben noch kein Auge geſchloſſen. Es wird immer⸗ hin noch Stunden dauern, ehe Sie aufbrechen können und die verſchlafen Sie am beſten— ſehen Sie, Sie gähnen ſchon!“
Er öffnete vorſichtig die Thüre und trat in's Freie. Roſe folgte ihm. Der Regen hatte aufge⸗ hört; ein kalter Lufthauch wehte durch die Trümmer, unter dem das junge Mädchen fröſtelnd zuſammen⸗ ſchauerte. Auf den Mooren ringsum ſtand das Waſſer


