Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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zwingen will, weil alle Andern beſſer als ich zu wiſſen behaupten, was für mich paßt!... Und eine unglückliche Che iſt doch das entſetzlichſte Elend der Welt!... Lieber alleit ſein— o, viel lieber ein ganzes Leben lang einſam ſein!“...

Die Funken ſprühten unter der heftig ſchürenden Hand des Schloßherrn, der wie in wachem Traume ſeine innerſten Gedanken dem jungen Mädchen ihm gegenüber preisgab, als müſſe ſie, die Fremde, ver⸗ ſtehen, was Niemand von den Seinen je verſtanden hatte.

Roſe war ſehr bleich geworden, als die Leiden⸗ ſchaftlichkeit des jungen Mannes, die ſie bisher nur

in der Tiefe ſeiner Augen verſtohlen wetterleuchten

geſehen, ſo unvermuthet hervorbrach, allein ſie ſchwieg. Er hatte ja nur Empfindungen Worte gegeben, die in ihrem eigenen Herzen ſich ſchon häufig ſchüchtern geregt hatten und die ſie immer wieder zu erſticken verſuchte, weil ſie ihr den ruhigen Blick in's Leben trübten, deſſen ſie, die Waiſe vor Allem bedurfte. Der Fremde hatte Recht; die Tante, ſonſt die gutherzigſte Seele von der Welt, hatte zuerſt freilich nur leiſe und in Andeutungen, dann immer gewalt⸗ ſamer durch Ueberredung und Vorſtellungen, mit Hei rathsplänen Roſe's Glück begründen wollen; beſonders