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„Was, mehr als eine?“ fragte der junge Mann in komiſchem Entſetzen.
„Gar keine!“ antwortete Roſe ernſthaft.
„Wie kommt das!“
„Es liegt an mir; ich fühlte nie das Bedürfniß, mich einem der jungen Mädchen meiner Heimath anzuſchließen.“
„Sie wären eine ſeltſame Ausnahme ihres Ge⸗ ſchlechts, wenn Sie ebenfalls keine Tante hätten!“
„Was haben Ihnen dieſe armen Weſen gethan“, ſcherzte Roſe,„daß Sie dieſelben mit Ihrem Haß ver⸗ folgen?“
„Sie leben bei einer Tante und fragen noch?! — Ich habe drei, verſtehen Sie wohl, drei Tanten! Sie haben mich gequälet, geärgert blau und blaß, ſingt Ihr Heine... wen kann er anders meinen, als die Tanten? Sie haben mich aus der Stadt auf die Campagne, aus der Campagne hierher in die Sümpfe getrieben— ſie haben mich als liebende Vorſehung faſt erdrückt und erſtickt— und wenn ich einſt als verknöcherter Hageſtolz hier in meinem Thurme vermodere, ſo iſt es ihr Werk!“ ſtieß er ſo heftig her⸗ vor, daß der Botaniker vom Schlafe auffuhr.
Erſchreckt hielt der junge Mann den Athem an; als der alte Herr ſich jedoch nur ſchwerfällig auf die andere Seite drehte und ruhig weiter ſchlief, wandte


