Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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es mich wie Zorn, daß ſogar die Sümpfe mein ein⸗ ziges Aſyl nicht zu ſchützen vermochten vor der Ent⸗ deckugsſucht reiſender Künſtlerinnen, die ſich nicht ſcheuen, die erhabenſte Natur durch ihren Pinſel zu beleidigen!— Ich möchte Ihnen dieſen unverdienten Verdacht abbitten... Für Sie iſt die Kunſt kein unentſiegeltes Geheimniß— Sie faſſen mit der Seele auf.“

Die freudige Ueberraſchung, die Roſe bei dieſen Worten empfand, ließ ſie erkennen, daß der leichte

Tadel des Fremden ſie wirklich verletzt hatte.

„Wenn nur die Kraft dem Wollen gleichkäme!“ ſagte ſie lebhaft.„Gegenüber ſolchem großartigem Bilde ſinkt mir nur zu oft der Muth.“

„Das müſſen Sie überwinden, denn Sie haben wirklich Talent. Meine Schweſter malt auch, und ſtraft mich zu meinem Geburtstage regelmäßig für die Sünden des ganzen Jahres mit einem ihrer Ge⸗ mälde... ſie und ihre Freundinnen mögen Jhnnen meinen früheren Horn abbitten.“

„Hat Ihre Schweſter mehrere Freundinnen?“

„Gott ſegne Sie für dieſe Frage! ſie beweiſt mir, daß Sie höchſtens eine haben. Eine iſt erlaubt.“

Roſe lachte leiſe und melodiſch und ſchüttelte den

Kopf.