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näher an den Camin, legte ein Scheit Holz auf's Feuer und ſagte in gedämpftem Tone:
„Sind Sie müde, Fräulein Roſe?“
„Nicht im Geringſten!“ antwortete das junge Mädchen, leicht zuſammenſchreckend, als ſie ihren Namen von den Lippen des Fremden hörte. Er ſprach hn aus, wie einſt ihre Eltern, und wie ſie es ſeit Jahren nicht wieder gehört hatte; und ihr ſchien, als habe der Name noch nie ſo weich undz melodiſch geklungen.
„Roſe“, wiederholte der junge Mann,„der Name iſt in Deutſchland nicht gebräuchlich— wer gab Ihnen denſelben?“
„Meine Großmutter— ſie war Franzöſin.“
„Wie kommt es, daß Sie bei Ihrem Onkel ſind, der doch für wenig Anderes Verſtändniß zu haben ſcheint, als für ſeine Kräuter?“
„Meine Eltern ſind todt“, antwortete Roſe leiſe und trübe,„mein Onkel und ſeine Schweſter ſind meine einzigen Vewandten.“
„Alſo auch noch eine Tante!“ ſeufzte der Schloß⸗ herr faſt mitleidig.„Ich möchte wiſſen, ob es ein un⸗ abweisbares Naturgeſetz iſt, Tanten zu haben!— Hoffentlich gleicht ſie ihrem Bruder nicht!— Ich bitte um Vergebung“, unterbrach er ſie erröthend,„ich wollte Sie nicht verletzen.“


