Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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„Jetzt iſt's genug, Onkel“, ſagte ſie ernſt,„wir dürfen die Güte dieſes Herrn nicht mißbrauchen— wir werden ſie ohnehin noch lange genug in Anſpruch nehmen müſſen.“

„Würde Ihnen das ein großes Opfer ſein?“ fragte der junge Mann halblaut.

Roſe ſchüttelte den Kopf.

„Vielleicht erwartet man Sie zu Hauſe und ängſtigt ſich Ihretwegen.“

„Uns erwartet Niemand; die Hausleute ſind ge⸗ wohnt, uns unregelmäßig kommen und gehen zu ſehen.“

Wieder ſchwiegen Beide. Der Schloßherr zündete das Feuer im Camin an, das luſtig emporloderte, und ſtellte die Steine nach den Anweiſungen des Profeſſors daneben auf. Dann trug er Wein und Gebäck herbei und bat ſeine Gäſte, ſich zu erfriſchen, da es auf dem„Feſtlande“ bereits neun Uhr ſei.

Der Profeſſor ließ ſich, nachdem er ſeine Aus⸗ beute in Sicherheit wußte, nicht lange nöthigen, und auch Roſe begann zu empfinden, daß ſie ſeit dem frühen Mittag Nichts genoſſen hatte. Der Schloßherr berührte Nichts von dem Gebäck; nur den Wein trank er, den Roſe in dem einzigen vorhandenen Glaſe ge⸗ laſſen.