Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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fortregnen wollte,“

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ſagte ſie beſorgt,„es wird ſchwie⸗ rig ſein, nach Hauſe zu gelangen.“

Der junge Schloßherr war neben ſie getreten:

„Schwierig?“ ſagte er mit ſeltſamer Betonung und ein ſchelmiſcher Zug erhellte ſein ernſtes Geſicht. „Sehen Sie her!“

Er ſtieß die Thüre auf und mit einem leiſen Schrei wich Roſe zurück, daß auch der Onkel aufmerk⸗ ſam ward und näher trat.

Der Abend war hereingebrochen und ein ein⸗ förmiges graues Licht lag über der Gegend. Aber

war es noch dieſelbe Gegend, die ſie vorhin im

Sonnenſchein unter blauem Himmel bewundert?

Verſchwunden waren Berge und Hügel; ver⸗ ſchwunden der weite, grüne Wieſengrund... Statt ſeiner dehnte ſich eine eintönige Wieſenflüche ſoweit das Auge reichte, und das flackende Licht ferner Blitze ſpiegelte ſich zuckend in dem dunklen See.

„Wir ſind auf einer Inſel“, ſagte der junge Mann ruhig,„von aller Welt abgeſchloſſen wie Ro⸗ binſon im ſtillen Ocean und wie er ohne Hülfsmittel, an's Land zu nna nur daß zu uns kein Schiff gelangen kann, dazu iſt das Waſſer zu ſeicht, und ſchwimmen oder waten verbietet ſich durch die Boden⸗ beſchaffenheit.“

v. Schlägel, Deutſch und Wälſch. I. ⸗ 14