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Den Kopf an die Stuhllehne geneigt, wickelte Roſe die Bänder ihres Strohhuts um ihre Finger und ſann nach über den Wechſel der Zeiten. Der Fremde ſchichtete Reiſigholz im Camin übereinander und der Onkel, der die Lichter ganz zu ſich herangezogen hatte, war eifrig beſchäftigt, ſein Taſchenmikroſkop ineinander zu ſchrauben. In's Fenſter drang ein kühler Hauch und auf dem Schindeldach praſſelte es betäubend, wie fallende Hagelſchloßen.
„Die armen Reben“, ſagte der junge Mann plötzlich in ſchmerzlichem Tone,„die Hoffnung eines ganzen Jahres geht in Trümmer, wohin dieſe Schloßen reichen!“
„Fliegenophrys— Wespenophrys— Spinnen⸗ ophrys—“ murmelte der Profeſſor ordnend,„ich habe ſie ſämmtlich! Werden die Collegen Augen machen! Die letzten zwei ſind wahre Perlen ihrer Gattung.“
Der fahle Schimmer, der in das Mauerfenſter gedrungen war, ward immer undeutlicher und ver⸗ ſchwand ganz, und Sturm und Hagel brauſten ohne Unterbrechung fort, wenn auch der Donner ſchwächer und die Blitze ſeltener wurden.
Roſe ward unruhig und erhob ſich.
„Es ſcheint, als ob es den ganzen Abend ſo


