Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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Aber der junge Mann vertrat ihr den Weg.

„Vergebung, mein Fräulein,„es iſt ganz unmög⸗ lich, und wenn Sie im nächſten Dorfe wohnten“, ſagte er beſtimmt.„Ich ſah das Gewitter lange drohen uud eilte hierher, um noch vorher unter Dach zu kommen.“

Roſe ſah ſich um.

„Hierher? Ich ſehe nirgends die Möglichkeit eines Unterkommens; der alte Thurm ſcheint verſchloſſen“, ſagte ſie rathlos.

„Allerdings iſt er das; allein ich beſitze natürlich die Schlüſſel zu meinem Schloſſe“, ſagte der Fremde mit ſcherzhafter Betonung.„Es iſt freilich kein Au⸗ fenthalt für Damen, und wenig geeignet, Gäſte dahin einzuladen, allein es iſt mindeſtens ein trockener Raum; das Dach iſt dicht.“

Er ſchritt voran, auf den Thurm zu, denn der Donner grollte immer lauter und der Regen begann reichlicher zu fallen.

Ohne Widerrede folgte ihm der alte Herr, ſeine Pflanzen feſt im Arme haltend, und Roſe ſchloß ſich ihm an, da ſie ſelbſt die Unmöglichkeit einſah, unge⸗ fährdet nach Hauſe zu kommen.

Der Fremde öffnete mit einem alterthümlichen Schlüſſel die ſchwere braune Holzthüre des Thurmes