Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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und ſchritt mit einer Entſchuldigung voran über die

grasbewachſene Schwelle. Drinnen ſtieß er einen La⸗ den auf und öffnete die halbblinden Scheiben eines in die ellendicke Mauer eingefügten Fenſters. In dem von beiden Seiten einfallenden Lichte unterſchied man einen ziemlich großen runden Raum. Die Wände waren mit heller Farbe getüncht; eine Seite ward eingenommen von einem ungeheuern rauchgeſchwärzten Camin, an der andern, in einer Art Niſche, ſtand ein eiſernes Feldbett: ein rohgearbeiteter Tiſch, zwei hochlehnige Stühle und ein Schränkchen bildeten die einfache Ausſtattung.

„Sie ſehen, auf Beſuch bin ich hier nicht einge⸗ richtet“, entſchuldigte ſich der junge Mann, indem er ſeine Gäſte zum Sitzen einlud,„die Hochgewitter pflegen jedoch ſchnell vorüber zu ziehen, und dann ſind Sie aus Ihrer Haft erlöſt.“

„Wir müſſen dankbar ſein, überhaupt einen Schutz zu finden“, ſagte Roſe freundlich;„wer hätte in dieſer Ruine ein Zimmer vermuthet!“

„Es iſt mein Aſyl“, entgegnete der Schloßherr, „ich habe ſchon manche Nacht hier zugebracht. Auch

bin ich nicht ganz ohne Hülfsmittel“, ſetzte er, das

Schränkchen öffend, hinzu.„Sehen Sie, hier ſind Lichte und Zündhölzchen, in dieſem Blechkäſtchen iſt