Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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von Werth, da er mir erlaubt, Sie hier willkommen zu heißen.“

Roſe verneigte ſich leicht und der alte Herr legte ſeine Bürde auf den Boden, um ſeinerſeits den Hut zu ziehen, als ein heftiger Windſtoß pfeifend in den Thorbogen fuhr und die Kräuter durcheinander wir⸗ belte. Mit einem Angſtruf warf ſich der Botaniker über ſeine bedrohten Schätze; ein zweiter, ſchärferer Windſtoß folgte und zugleich ertönte das dumpfe Grollen eines fernen Donners.

Erſchreckt ſchaute Roſe zum Himmel. Jetzt erſt bemerkte ſie, daß fahlgelbe ſchwere Wolken ſich im Süden übereinander gethürmt hatten; der Montblanc war völlig verſchwunden, das Blau des Himmels verwandelte ſich zuſehends in drohendes Grau und große ſchwere Regentropfen fielen klatſchend auf die durchglühten Steine.

„Ein Gewitter iſt im Anzuge“, ſagte das junge Mädchen mit einem beſorgten Blick über des Onkels und ihre eigene leichte Kleidung;„laß uns eilen, Onkel, vielleicht iſt es noch möglich, vor dem völligen Ausbruch nach Hauſe zu kommen.“

Sie raffte Mappe und Strohhut vom Boden auf und wollte mit flüchtigem Gruß an dem Fremden vor⸗ über aus der Ruine eilen.