Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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Glutröthe bedeckte ihr Geſicht.— Vielleicht hatten ſeine Worte gar nicht einmal ihr gegolten, und es war nur Zufall, daß er dabei ſie anſah...

Ja! ohne Zweifel, ſo war's!— wie hatte ſie nur einen Augenblick vermuthen können, der zurück⸗ haltende ſtolze Mann werde reden wie jene Andern,

die ihr ſo zuwider waren!—— Sie hatte ihn ver⸗ letzt zum zweiten Male, ohne daß er ihr Urſache dazu gegeben.

Als Robert daher langſam näher trat, nahm ſie ſeinen Gruß mit einem Lächeln entgegen, das ihrem Antlitz die Heiterkeit und Friſche von ſechszehn Jahren gab, obwohl ſie vielleicht ſechs bis acht Jahre älter ſein mochte.

„Sie finden mich wieder bei meiner gewohnten Beſchäftigung“, begann ſie mit ſanfter Freund⸗ lichkeit.

„Sie lieben die Blumen ſehr?“ fragte Robert, erfreut auf das unerwartete Geſpräch eingehend.

„So ſehr, daß ich ſogar bereit bin, alle Märchen zu glauben, die man ſich von der geheimnißvollen Macht und von dem halben Leben dieſer ſüßen Ge⸗ ſchöpfe erzählt.“

Wanda beſaß eine ſeltſame Gabe, den lebhaften Geiſt Roberts in einen beſtimmten Kreis zu bannen,