Teil eines Werkes 
2. Bändchen
Entstehung
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Conſilium der ausgezeichnetſten Aerzte Wiens als der Vorbote eines langen tiefen Todtenſchlafes er⸗ ſchien, und dem Grafen nur wenige Hoffnung fuͤr die Geneſung ſeiner Geliebten verſprach.

Mit herbem Schmerze bereute dieſer die obwohl wahre, dennoch nur im ſtrengſten Unmuth ausge⸗ ſprochene Aeußerung, welche eine ſo traurige Ent⸗ wicklung nach ſich ziehen ſollte.

Bei allem Leichtſinne liebte der Graf Morie zu ſehr, als daß er ſich ſo leicht an den Gedanken ei⸗ ner gaͤnzlichen Trennung haͤtte gewoͤhnen koͤnnen. Dem Tieferſchuͤtterten war dieſe Todeskrankheit das ſichere Zeichen einer reinen Seele, die er, mit dem gewoͤhnlichen Herzen feiler Maͤdchen verwechſelnd, durch ſeine leicht hingeworfenen Worte aus dem Taumel ihrer Sinne erwecken, und der kalten, nuͤch⸗ ternen Gegenwart durch eigene Schuld zufuͤhren ſollte. Jetzt erſt empoͤrte es gleich ihr auch ihn, daß ſein Gold die Ehre eines Maͤdchens erkaufen konnte, die, von heißer, gluͤhender Neigung erfaßt, ſich nur aus Liebe einem Manne ergeben hatte, der, alle Gefuͤhle und Rechte der Menſchheit vergeſſend,