Teil eines Werkes 
2. Bändchen
Entstehung
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Ich begreife jetzt Ihren Unwillen und noch mehr Ihren Schmerz, mein reizendes Maͤdchen, erwiederte der Graf, der das Vorgefallene aus die⸗ ſen Worten leicht errieth;doch, fuͤgte er wit troͤſtender Stimme hinzu,wie vermag ein Laut, aus dem Munde des Poͤbels hervorgegangen, Sie ſo ſehr zu kraͤnken?

Es war nicht das Volk, unterbrach ihn dieſe haſtig,anſtaͤndige, dem hoͤhern, vielleicht Ihrem Stande zugehoͤrige Herren haben ſich dieſe Aeußerung erlaubt.

Tant mieux! entgegnete Graf D** mit liebenswuͤrdiger Leichtfertigkeit.Ein freundli⸗ cher, zuvorkommender Blick Ihres herrlichen Auges haͤtte dieſe Herren gewiß zum Schweigen bringen und Ihre Feinde zu Freunden umſtalten muͤſſen, denn einer zuvorkommenden Schoͤnheit kann unſere Nobleſſe heut zu Tage nur ſelten widerſtehen.

Iſt das die Sprache des Mannes, deſſen Ehre in mir beleidigt wurde? frug Merie mit wuͤrdevollem Tone, und aller Ausdruck des Schmer⸗ zes und der Schaam ſchienen dem Gefuͤhle der tief⸗