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weicht jetzt der dichte Kreis aus einander. Mit thraͤnendem Auge naht eine hohe, ehrfurchtgebie⸗ tende Dame, von mehreren Herrn gefolgt, dem Schmerzenslager des noch immer bewußtloſen Maͤd⸗ chens, und von heißen Muttergefuͤhlen uͤbermannt, ſinkt iſie mit dem leiſen Rufe:„Meine Sidonie, mein theures Kind!“ an ihrer Seite nieder.——
Die Dame war Alfonſine, Graͤſin L.... Ihre ununterbrochenen, ſeit dem Verluſte Sidoniens begonnenen Reiſen fuͤhrten ſie in dieſem Jahre zu⸗ faͤllig nach Berlin, und hier in den Circus.— Ihr ſicheres Muttergefuͤhl hatte ſie nicht getaͤuſcht, die Kunſtreiterin Aimée war Sidonie, ihre vor dreizehn Jahren durch den nun ſchon im Grabe ruhenden Mathieu aus dem Parke zu Kalksburg geraubte Tochter.——
Im Fluge der Darſtellung hatte ſich das Kleid von den bluͤthenweißen Schultern des Maͤdchens verſchoben, und ein kleines, roſiges Mal auf Ai⸗ moée's linker Seite ſchnell zur Erkennung des ver⸗ lorenen Kindes gefuͤhrt, bei deſſen erſtem Anblicke ſchon das Herz der Mutter in raſchern Pulſen ſchlug;


