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* Schickſale überlaſſen. Doch eine Gunſt vergönnen Sie mir: Ihre Hand zum Abſchiede und— eine jener
ſchönen goldigen Locken zum Andenken an den ſüßeſten Traum meines Lebens!“
Gaunt hatte mit zitternder Stimme geſprochen und anſcheinend tief ergriffen; es lag ſo ſehr der Ausdruck eines heftigen Seelenſchmerzes auf ſeinen häßlichen Zügen und er ſchien ſo wahr zu ſein, daß ſelbſt die vorſichtige Lady davon betroffen ward.
„Iſt das Trug oder Wahrheit?“ ſagte ſie ſich. „Und wenn das Erſtere, was kann er damit bezwecken? Er hat mir ſeither nichts in den Weg gelegt, obwohl er unzweifelhaft ahnte, was mich nach Richmond ge⸗ führt— iſt das ein Beweis ſeiner Zuneigung oder Schlauheit? Kann ein Gaunt ernſtlich lieben? Ich glaube es kaum! Wird er gutwillig einer Leidenſchaft entſagen, die ihn erfaßt hat? Wohl ſchwerlich! Aber wenn ſich das Unerhörte doch ereignet hätte, wenn er ſchwach wäre, menſchlich fühlte, wie Andere, wenn ich überängſtlich geweſen und nur die Eiferſucht ihn be⸗ ſtimmt hätte, mein Haus mit Spionen zu umgeben? Dann ginge auch jetzt, vielleicht zum erſten Male in ſeinem Leben, eine beſſere Regung durch ſeine Seele und dürfte ich hoffen, ſo leichten Kaufs davonzu⸗ kommen!“


