Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nicht von dem Hauptmann abgezogen, er nahm ihn, wie er war, und beſaß Discretion genug, ihm nicht abdringen zu wollen, was Osmond geheim zu halten ſo befliſſen ſchien. Zeigte ſich ihm dieſer doch im Uebrigen als uneigennütziger Freund und Kamerad, auf deſſen Theilnahme und Rath er jederzeit rechnen konnte.

Richard las. Ueber ſeine Züge glitt der Ausdruck einer lebhaften Freude. Er hatte aber die Lectüre ſeines Briefes noch nicht zur Hälfte beendet, als er erblaßte und einen Laut heftiger Erregung hervorſtieß.

Von nun an las er mit beinahe fieberhafter Haſt und Unruhe weiter.

Als er endlich von dem Schreiben aufſchaute, da war ſeine Stirn umwölkt, da bebten ſeine Lippen faſt convulſiviſch.

Sein düſterer Blick begegnete dem klaren des Freun⸗ des, der ſeinen Brief bereits geleſen und eingeſteckt hatte.

Die Züge Osmond's nahmen einen beſorgten Aus⸗ druck an.

Was iſt Ihnen? fragte er mit Wärme.Sie haben eine böſe Nachricht erhalten?

Eine beunruhigende jedenfalls!

Mein Gott! Iſt Ihren Verwandten Schlimmes widerfahren?

1 üi

4