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durch die kühle Zurückhaltung Osmond's nicht abhalten laſſen, ſich ihm voll Herzlichkeit zu nähern; der innere Werth des jungen Mannes war von ihm ſofort er⸗ kannt worden.
Aber ſeltſam, noch jetzt, nach ſo langer Bekannt⸗ ſchaft, ſtanden die Beiden in einem eigenthümlichen Verhältniß zu einander. Es ließ ſich nicht leugnen, daß Osmond durch die Theilnahme Richard's erwärmt worden war, daß er eine aufrichtige Ergebenheit für ihn an den Tag legte, Intereſſe und Mitgefühl für das bekundete, was den Freund betraf, ebenſo aber ſtand es feſt, daß der Hauptmann dem Freunde nicht mit jener rückhaltloſen Offenheit ſein Herz erſchließe,“ wie dieſes Richard gethan. Um Alles, was Erlenbach's Gemüth bewegt hatte und noch mit Wünſchen und Hoffnungen erfüllte, wußte Osmond, er kannte ſein vergangenes Leben, ſeine ſtille, entſagende Neigung für Alice Palmer, die Richard noch einmal bei der Fried⸗ hofsfeier von Gettysburg wiedergeſehen, er theilte mit dem Freunde getreulich ſo Freude wie Schmerz, aber über ſich ſelber und ſeine Vergangenheit blieb er wort⸗ karg, und es war außer allem Zweifel, daß er ſogar in der vertraulichſten Stunde ſich wohl hütete, dem Freunde einen klaren Blick in ſein innerſtes Seelen⸗ leben zu geſtatten. Deſſenungeachtet fühlte ſich Richard


