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wohl bemerken, daß auch das ſchöne Geſchlecht den loyalen Kriegern nicht gar ſo abhold ſei, denn an
mehr als einer Haustreppe hatten zierliche Südlände⸗
rinnen mit ſtattlichen Trägern der blauen, in Süd⸗ Carolina ſonſt ſo verpönten Uniform anſcheinend recht zärtliche Rendezvous.
So herrſchte denn in Savannah die größte Ord⸗ nung, vor allen aber muſterhaft benahmen ſich dort die nun ihrer Sklavenfeſſeln ledigen Neger. Auch nicht ein einziges Mal kam der Fall vor, daß ein Farbiger
ſeinen ehemaligen Tyrannen die Martern hätte entgelten
laſſen, mit welchen dieſer den armen Darky oft ſo frei⸗ gebig überhäuft hatte. Die beiden vorerwähnten Offiziere beobachteten ſchon
eine geraume Weile vom Hafendamme aus das geſchäf⸗
tige Treiben auf den Werften, als ſich ihnen von der Stadt aus ein Soldat eilig näherte, der die Abzeichen eines Unteroffiziers trug. Er war einer der Tapfern des zweiten Maſſachuſetts⸗Regiments und die Ordonnanz des Majors.
Der gute Mann, etwas kurz und dick von Leibes⸗ beſchaffenheit, trat keuchend zu den Offizieren und ſalutirte.
„Well, was gibt es ſchon wieder, Squad?“ ſagte
der Major mit einem Anflug deutſchen Accentes, indem Adolf Schirmer, Die Spionin. III. 13


