Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Widerſtandes der jungen Frau zuſchreibe, ſo hütete er ſich wohl, öfter, als unumgänglich nöthig war, das Wort an Lucy zu richten. Er ſprach gefliſſentlich nur von den alltäglichſten Dingen, die keine gehäſſige Deu⸗ tung zuließen, er richtete kaum den Blick auf Miſtreß Crawford und zog ſich, bald nachdem ſich die kleine Geſellſchaft in die Veranda begeben, um den Abend im Freien zuzubringen, ein Kopfweh vorſchützend, in ſein Zimmer zurück.

Lucy befand ſich in einer eigenthümlichen Stim⸗ mung. Die Ueberreizung ihres Gemüthes hatte bei ihr ſchon zu tief Wurzel gefaßt, als daß ſie hätte ruhig ſein können. Sie ſtellte in ihrem Benehmen die ernſte Würde der Frau in den Vorgrund, aber dennoch über⸗ kam ſie bisweilen eine weiche Empfindung, die ihr faſt das Herz abzudrücken drohte.

Ihre ſchönen Augen waren zu Zeiten wie umflort, als halte ſie gewaltſam einen Thränenſtrom zurück, der ſich hätte ergießen mögen.

Die junge Frau war ſich über ihren Gatten nicht klar. Durfte ſie hoffen, daß ſein jetziges Betragen, die gewonnene Beherrſchung ſeiner ſelbſt das Reſultat einer ſanftern Regung für ſie ſei, die Frucht der Ueber⸗ legung, zu hart, ja unter den obwaltenden Umſtän⸗ den ungerecht gegen ſie vorgegangen zu ſein?

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