Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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der Oberſt für den Reſt des Tages den Unbefangenen und Heitern ſpielte, er zeigte im Gegentheil ein ernſtes Antlitz und war kurz in ſeinen Reden, er ſprach eben nur das Nothwendige, aber dieſes ſagte er mit kalter Höflichkeit, und weder Blick noch Geberde verriethen, daß er auf einen unheimlichen, grauſamen Plan ſinne.

Er gedachte mit keiner Silbe der peinlichen Scene, welche im Pavillon ſtattgefunden hatte. Er gab auch nicht den Befehl, das ſchwarze Ehepaar Hannibal und Cora in Ketten legen zu laſſen; kurz, Alles ſchien vergeſſen.

Gaunt, der ſonſt nur ſelten lachte, war ungewöhn⸗ lich luſtig. Aber er ließ keinen Hohn in ſeinen Zügen blicken und warf auch keine ironiſchen, aufreizenden Worte hin, was er doch ſonſt ſehr häufig zu thun pflegte. Rur dann und wann hatte er verſtohlen einen heimtückiſchen und forſchenden Blick für Miſtreß Craw⸗ ford und den jungen Doctor.

Arnau benahm ſich mit muſterhafter Vorſicht; er traute den beiden Männern nicht, er war überzeugt, daß ſie nur mit böſen Hintergedanken ſo höflich und anſcheinend harmlos ſeien.

Durch die Negerin Aggy hatte er im Fluge er⸗ fayren, welcher Conflict zwiſchen Lucy und ihrem Gatten ſtattgefunden. Und da er glaubte mit Sicherheit an⸗ nehmen zu dürfen, daß der Oberſt ihm einen Theil des