„Doch nicht ſo gut, mein Freund!“ antwortete er langſam.„Sie können dem Arzte der in ihren Nerven überreizten, kränkelnden Dame nicht den Eintritt zu ihr verwehren, das wäre barbariſch. Und der Arzt in ſolchem Falle wäre hier der Doctor Arnau.“
Wie ein Blitz zündeten die wohlbetonten, argliſtigen Worte Gaunt's. Die Züge Crapford's verfinſterten ſich noch mehr als zuvor.
Er antwortete nicht ſofort, ſondern ſchritt, das Haupt geſenkt, nachdenklich einige Male im Pavillon auf und nieder.
Nun blickte er unmuthig auf.
„Ich verſtehe Sie, Gaunt!“ rief er.„Meine Frau wird in ihren anerzogenen yankeeiſchen Grundſätzen, in ihrer Widerſetzlichkeit durch den deutſchen, für die Union und den Abolitionismus ſchwärmenden Doctor beſtärkt. Sie haben Recht, der Umgang mit dem Doctor Arnau iſt für die Miſtreß Crawford gefährlich!“
„Nur für die Miſtreß Crawford?“ fragte Gaunt in einem eigenthümlichen Tone, aus dem er ſorgfältig allen Spott verbannte. 3
Der Oberſt ſtarrte den Pflanzer an; die Muskeln ſeines Antlitzes begannen haſtig zu vibriren, aus ſeinem Blicke zuckte ein unheimliches Glühen auf.


