Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Wie ſchon früher erwähnt, hatte er ein leidenſchaft⸗ liches, aufbrauſendes Naturell, doch bewegten ſein Ge⸗ müth zu Zeiten auch edle, leider ſtets nur flüchtige Regungen. Vor allem aber beſaß er, wenn ihn ſeine Heftigkeit und Verblendung nicht völlig beherrſchten und böſe Einflüſterungen ihn nicht antrieben, rückſichts⸗ los aufzutreten, etwas von dem feinen Takte eines Weltmanns, der auch im Gegner das Ehrenhafte an⸗ erkennt.

Er empfand in dieſem Augenblicke einen ſolchen

Impuls zum Beſſern, etwas wie Scham, er mochte ſich ſagen, daß er ſich gegen den Doctor unwürdig benom⸗ men habe, daß er dem geſchickten Arzte verpflichtet ſei daß er ſelber in ſolcher Lage nicht anders würde ge⸗ ſprochen haben.

Dazu mochte noch ein gut Theil Egoismus kommen, denn Crawford fühlte, daß er des Arztes, dem er völlig vertraute, noch nicht ganz entbehren könne.

Einen Moment dachte er ernſtlich daran, dem jun⸗ gen Deutſchen zu folgen, ihm ohne Umſtände die Hand zur Verſöhnung zu bieten.

Aber da ſtreifte ſein düſterer Blick das hagere, gelb⸗

liche Antlitz Oliver Gaunt's. Von den höhniſchen Zü⸗ gen dieſes Angeſichts las er ab, was Gaunt dazu

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