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„Was iſt da geſchehen?“ rief Karl und drängte ſich durch die Leute.
„Ein junger Mann wäre bald überfahren worden!“ antwortete einer der Umſtehenden,„er hat quer über den Weg wollen und iſt plötzlich zuſammengeſunken. Er muß krank ſein, er hat einen verbundenen Kopf!“
„Aber durch die Pferde iſt ihm nichts geſchehen?“ forſchte Karl haſtig weiter.
„Nichts! Ein paar Leute ſind noch rechtzeitig her⸗ beigeſprungen!“ war die Antwort.
Karl gelangte jetzt dorthin, wo der junge Mann lag. Dieſer war halb ohnmächtig.
Karl bückte ſich. Betroffen fuhr er zurück— er er⸗ kannte in dem jungen Manne ſeinen Freund Bülow.
Karl ſtieß einen Ruf der Ueberraſchung aus. Er war am Morgen und ſelbſt am Nachmittage noch im Hotel ge⸗ weſen, Bülow zu beſuchen, und hatte dort erfahren, daß der junge Mann ſeit dem vergangenen Tage nicht in ſeine Wohnung zurückgekehrt ſei. Es hatte ihn dies wohl beunruhigt, aber ſeine eigenen Angelegenheiten hatten dieſe Beunruhigung in ſeinem Gemüthe zurückgedrängt.
Karl und der lange Martin, der mit einem Satze vom Kutſcherſitze herabgeſprungen war, hoben den geiſter⸗ bleichen Bülow in den Wagen.
„Umwenden!“ rief Karl dem Kutſcher zu—„fort zum goldenen Stern!“—


