193 folgen können, ſondern weiter links unmittelbar am Rande des Gehölzes entlang. Er mochte etwa eine Viertelſtunde ſo gegangen ſein, als ihn plötzlich ein ſeltſames Geräuſch aufſchreckte. Das Geräuſch kam von rechts, wo der Pfad lag.
Was war das? Es klang an ſein Ohr, als ob in einiger Entfernung Stöcke aneinander ſchlügen.
Dumpfe Töne hallten dazwiſchen, wie wenn menſchliche Körper getroffen würden.
Und im gleichen Augenblicke ertönte ein halbunter⸗ drückter Hülfeſchrei, der aus einer zuſammengeſchnürten Kehle zu kommen ſchien.
Bülow ſtarrte in die Dunkelheit hinein, nach jener Seite hin, von der die verdächtigen Laute ſchallten.
Ein Schauer überlief ihn. Aber im nächſten Augen⸗ blicke hatte der muthige junge Mann ſeine gewohnte Entſchloſſenheit wieder. Obwohl durch geiſtige Aufre⸗ gung und die körperlichen Strapazen des Abends ſo ziemlich erſchöpft, ermannte er ſich doch.
Statt, wie es mancher Andere an ſeiner Stelle gethan hätte, zu entfliehen, horchte der beherzte Büluw noch einige Secunden lang nach der Richtung hin, von der ſich das Geräuſch hören ließ und ſprang dann, ohne ſich weiter zu bedenken, auf den Pfad hinaus.
Er ſtolperte ſogleich und ſtürzte zu Boden.
Adolf Schirmer. Ein Familiendämon. II. 13


