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vor zehn Jahren am Steinbruche zu Heiligenbrunn überraſchteſt und, auf Deine Gattenrechte Dich berufend, meinen Plan durchkreuzteſt, den ich auf die Zuneigung des Grafen Karl gebaut hatte, was that ich da? Ich verſchaffte Dir, dem entſprungenen, verfolgten Sträflinge, die Sekretärsſtelle beim Grafen, ich veruneinigte Vater und Sohn, und ward die Frau des erſteren, Alles wie Du es wollteſt. Jetzt, nun ich endlich die Früchte un⸗ ſeres Thuns im großartigſten Maße ernten will, nun darfſt Du Dich meinem Willen nicht zaghaft hindernd in den Weg ſtellen! Iſt der Graf todt, der ſchon zu lange für uns lebte, dann biſt Du, wenn wir gehan⸗ delt haben, wie ich es beſchloſſen, ein freier Mann, und kannſt mit dem Theile des Vermögens, welchen ich Dir abtrete, gehen wohin es Dir beliebt. Ich aber bin unabhängig! Muß der alte Graf einmal ſterben, ſo ge⸗ ſchehe das auf für unſer Intereſſe gefahrloſe Weiſe. Zage alſo nicht! Kommt doch auch nicht das Blut des Grafen Karl über Dich, denn da er kein Geſtändniß ablegen kann, ſo wird man ihn auch nur zur Kerker⸗ haft verurtheilen können. Dazu kommt, daß der Pflicht⸗ theil Karl's, wenn man dieſen in's Zuchthaus ſperrt, uns zufallen wird! Wahrlich, Fritz, Du wäreſt ein Narr, wenn Du jetzſt, im letzten Augenblicke noch, Bedenken hegen wollteſt! Lacht uns nicht eine reizende Zukunft?“ Die Gräfin blickte voll Zuverſichtund triumphirendauf.


