Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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„Jetzt mußt Du fort, hinunter an das Bett des Alten, denn meine Zofe, um die ich den Diener ge⸗ ſchickt, muß bald kommen!“ ſagte ſie dann—„Geh'— es wird das Letztemal ſein— dann ſind wir frei! Grüble und zage nicht, ſei ein Mann!“

Sie griff zum ſilbernen Armleuchter, auf dem mehrere Kerzen brannten, und ſchritt zur Thür, die zur Treppe des Pavillons führte.

Schwarz folgte ihr, leiſe auftretend.

Einige Sekunden noch, und beide waren verſchwunden.

Bülbow ſtarrte einige Augenblicke durch die Glas⸗ thür auf die Finſterniß, welche das Zimmer jetzt erfüllte.

„Allmächtiger Gott!“ ſtammelte er dann faſt ton⸗ los—„Was habe ich gehört!“

Ein heftiger Schauer durchrieſelte ihn.

Mit wildem Blicke, von Entſetzen aufgejagt, ſprang er auf das ſteinerne Geländer des Balkons.

Von dort klomm er, behende wie ein Eichkätzchen, in raſender Haſt an dem Schnitzwerk der Veranda em⸗ por, kroch, vom Sturm umbrauſt, an dem ſchlüpfrigen Dache hin, ſprang von dort auf das Leitergerüſt, klet⸗ terte daran blitzgeſchwind nieder, rollte es zur Seite und lief ſpornſtreichs dorthin, woher er gekommen war, zu dem rückwärtigen Pförtchen des Parkes.

Dann ſtolperte er auf den Weg hinaus, vorwärts in die Nacht hinein.