183
„Ja, ja,“ entgegnete Schwarz in unſicherem Tone, „aber wir ſpielten auch niemals zuvor ein ſo gefähr⸗ liches Spiel, als jetzt!“
„Gefährlich?“ war die faſt ſpöttiſche Antwort,„für Dich etwa? Habe ich nicht die Hauptſache auf mich genom⸗ men? Wird nicht von Dir auch nur der leiſeſte Schatten eines Verdachtes dadurch entfernt, daß Du, lange bevor die Sache kann geſchehen ſein, Dich weit von hier, von der Villa über⸗ haupt, entfernt aufhalten wirſt, und zwar an irgend einem Orte, wo Du von Leuten, die Dich kennen, geſehen biſt? Was mich betrifft,— nun, ich werde meine Rolle zu ſpielen wiſſen!— Zu was hätte ich denn den Grafen hierher nach dieſem abgelegenen Pavillon bringen laſſen, unter dem Vor⸗ wande, daß das geräuſchvolle Treiben der Villa ſeine Kräfte aufreibe, wenn wir jetzt die Hände voll Beſorgniß in den Schoß legen wollten? Unſer Spiel iſt hier minder gefährlich, als Du glaubſt, denn dadurch, daß ich durch Liſt und Energie den Alten beſtimmte, dieſen Pavillon zum Aufenthalte zu nehmen, dadurch, daß ich die Welt, die Dienerſchaft, ja den ſchwachſinnigen Grafen ſelber glauben machte, er wolle in ſeinem krankhaft erregten Zuſtande Niemanden um ſich dulden, als mich und ſeinen treuen Sekretär Schwarz, haben wir es ja einer ganzen Schaar von Augen unmöglich gemacht, uns bei unſerem Vorhaben im Wege zu ſein! Soll ich Dir nochmals wiederholen, wie leicht und unverdächtig ſich Alles bewerkſtelligen läßt?


