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ihrer großen, tiefliegenden, von einem ſchwachen, bläu⸗ lichen Schatten umgebenen dunklen Augen hatte in die⸗ ſem Momente etwas Unruhiges, er war durchdringend und leidenſchaftlich.
Der Sekretär Schwarz benahm ſich an der Seite der Gräfin, was dem lauſchenden Bülow nicht entging, mit großer Ungezwungenheit.
Das Paar ſaß eine geraume Weile ſchweigend da. Die Gräfin ſchaute forſchend auf Schwarz und als die⸗ ſer regungslos in ſeiner Stellung verharrte, runzelte ſie die Stirn.
Sie erhob ſich ungeſtüm und durchſchritt einige Male haſtig das Zimmer. Dann blieb ſie vor dem mit Moſaik ausgelegten Sophatiſche ſtehen.
Sie öffnete die Lippen und begann zu reden.
Bülow wagte kaum zu athmen. Er verſtand deut⸗ lich jedes Wort, das geſprochen wurde.
„Ich begreife nicht, Fritz,“ ſagte ſie,„wie Du jetzt zaghaft werden kannſt, nun wir Alles ſo gut überlegt und eingeleitet haben! Das Dolchmeſſer Karl's iſt da, der Notar wird morgen im Laufe des Vormit⸗ tags erſcheinen, die Teſtamentsangelegenheit iſt jedenfalls bis Mittag abgethan,— was fürchteſt Du alſo? Wird nicht Alles ſeinen vorgeſchriebenen Gang nehmen? Und iſt nicht immer bisher gelungen, was wir mit einander beſchloſſen und ausführten?“


