Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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Der Regen hatte nachgelaſſen, die Finſterniß war nicht mehr ſo groß, denn hier und dort hatten ſich die raſtlos dahinſtürmenden Wolken getheilt, und bisweilen ward flüchtig der in bleichen Dunſt gehüllte Mond ſicht⸗ bar. Der Glanz deſſelben, obwohl er auf Momente da und dort durch das Laubdach des Parkes brach, zeigte dem jungen Manne die ebenfalls vorwärts ſchreitende Geſtalt, in der er ſofort den Sekretär erkannt hatte.

Bülow fühlte ſich keineswegs behaglich; er war in der Flußgaſſe faſt bis auf die Haut durchnäßt wor⸗ den, und jetzt fuhr der Wind heftig auf ihn ein.

Seine Zähne ſchlugen klappernd an einander, aber er war dennoch mit ganzer Seele darüber aus, ſeinen Beobachtungsmarſch fortzuſetzen.

Er hielt ſich dicht hinter Schwarz, und zwar mit ſolcher Gewandtheit, daß der Sekretär den Nachſchlü⸗ pfenden nicht bemerkte. Bülow aber, der dieſen Theil des Parkes wohl kannte, da er ihn während der letz⸗ ten Wochen öfters an der Seite der Comteſſe Agnes durchſtreift, ward bald inne, daß der Sekretär nicht die Richtung nach der Villa einſchlage.

„Hoho,“ ſagte ſich Bülow, als nun Schwarz durch eine düſtere Buchenallee einem mitten im Gehölze lie⸗ genden runden Platze zuſchritt, auf dem ein ſtockhoher, gemauerter Pavillon ſtand—„was will er denn dort? Der alte Pavillon iſt freilich bewohnbar, doch, ſo viel