Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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Nachſtellungen des Sohnes vertreiben ſie aus einem Hauſe, in dem ſie gehofft hatte, noch viele glückliche Stunden zu verleben, ſie gehe mit gebrochenem Herzen, einzig getröſtet durch das Bewußtſein, die Achtung des Grafen, an der ihr alles liege, mit ſich fortzunehmen. Hierzu ſchlecht verhaltene Thränen, ein gepreßtes Schluchzen, des armen Opfers zitternde Stimme, die ſo ergreifend zum Herzen ſprach— dann Betheuerungen des Grafen, ſie nicht mehr entbehren zu können, dank⸗ erfüllte Blicke als Antwort, doch feſtes Beharren auf ihrem Entſchluß, und endlich in ſchamvoller Verwirrung die leiſe Andeutung, daß ſie gehen müſſe, daß man be⸗ ginne das Vertrauen zu mißdeuten, mit welchem der Graf ſie beehre— daß ſie gehen müſſe— gehen— damit kein unwürdiger Verdacht den ehrenhaften Ruf des Grafen beflecke, den ſie höher verehre als irgend ein Weſen ſonſt auf Erden— gehen— ihrer eigenen Ruhe wegen. Der argloſe Graf ſchwamm in Rührung und Entzücken, die Gouvernante ſpielte ihre Rolle ſo vortrefflich, daß er ſie beſchwor zu bleiben, zu bleiben um jeden Preis— ſei's auch als Gräfin Hohenfeld!“

„Und der Sohn?“ rief Bülow lebhaft.

„Der Sohn vernahm noch an demſelben Tage dieſe Wendung der Dinge,“ fuhr Walter fort,„er ſah ſich in ſeinen heiligſten Gefühlen betrogen, ſah, daß er