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dem ungefähr ſieben Stunden von dieſer Reſidenz ent⸗ fernten Erb⸗ und Stammſchloſſe der Familie. Der Graf hatte ſich ſeit mehreren Jahren vom öffentlichen Leben zurückgezogen, und war das geworden, was auch ſein Sohn werden ſollte, ein Landwirth. Beide reisten wohlgemuth der heimatlichen Scholle zu, und hatten faſt die letzte Eiſenbahnſtation vor Heiligenbrunn erreicht, als der Train, auf dem ſie ſich befanden, mit einem Laſtzuge zuſammenſtieß, ſo daß beide Züge verunglückten. Der Graf und ſein Sohn entgingen dem Verderben, wäh⸗ rend viele der übrigen Reiſenden arg beſchädigt wurden. Unter den Verwundeten bemerkte der junge Graf ein Mädchen, deren Erſcheinung geeignet war, lebhafte Theilnahme zu erwecken—“
„Ich errathe!“ unterbrach Bülow den Erzähler. „Es war das die jetzige Gräfin!“—
„So iſt es!“ fuhr Walter fort.„Als dieſes Mäd⸗ chen durch den jungen Grafen und einen alten Diener der Familie die nöthigſte Hülfe erhalten halte, da theilte ihm die Unglückliche, deren ziemlich dürftige Kleidung ihre Armuth verrieth, in tiefer Niedergeſchlagenheit mit, daß ſie das benachbarte Land, ihre Heimat, verlaſſen habe, um in D. eine Stelle als Lehrerin oder Geſell⸗ ſchafterin zu ſuchen. Das gewinnende, beſcheidene Weſen des Mädchens, ſowie ihre hülfloſe Lage rührten den jun⸗


