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erwähnten auch vorhin trauriger Erinnerungen, lieber Walter, Sie erſchraken beim unerwarteten Anblicke der Gräfin,— ich will nicht hoffen, daß dieſe Dame auch Ihnen gefährlich ward?“
„Mir? Nein! Doch ſie zerſtörte die Zukunft eines jungen Menſchen, der— mir lieb und theuer war, ſie überlieferte den Sohn des Mannes, der ihr Gatte ward, dem Elende, der Verzweiflung!“
„Der Graf hat einen Sohn erſter Ehe?“
„Er hatte ihn,— jetzt iſt er verſchollen— todt!“ ſagte Walter ernſt, beinahe hart..
„So iſt alſo meine Landsmännin eine Intri⸗ guantin?“
„Ein Dämon iſt ſie, ein Weſen ohne Gemüth, doch mit reichem Verſtand begabt. Die Natur verſchwen⸗ dete eine Fülle von Geiſt und Anmuth an ein herz⸗ loſes Geſchöpf, das kalt und egoiſtiſch ſo ſeltene Gaben nur zu mißbrauchen verſteht. Meiſterin in der Ver⸗ ſtellungskunſt, die ihr Inneres ſelbſt geübten Menſchen⸗ kennern verhüllt, beſitzt ſie den Schlüſſel zu jedem Charakter, der ihr nahe kommt, und findet ſich mit Leichtigkeit und Feinheit in jeder Natur zurecht, ſie um ſo gewiſſer zu beherrſchen! So wenigſtens lernte ich ſie kennen,“ ergänzte Walter, als er ſah, daß ihn ſein Ge⸗


