„Das iſt übernatürlich!“ murmelte er.„Aber nein,“ ſetzte er nach einigen Sekunden hinzu,„dort wird eine Fall⸗ thür ſein!“
Der Baron tappte einige Stufen nieder und be⸗ taſtete die Wand mit den Händen. Er fühlte nur Quaderſteine.
„Dort iſt keine Thür!“ flüſterte er.
Er bedauerte jetzt lebhaft, voreilig ſeine Kerze aus⸗ gelöſcht zu haben. Wie ſollte er jetzt durch das Ge⸗ wirre der Gänge in der Finſterniß den Weg nach ſeinen Zimmern finden?
„Hier kann ich nicht bleiben!“ ſagte er ſich.„Ich
muß auf' Gerathewohl zurück. Vielleicht hat ſich der Martin von ſeinem Schrecken erholt und kommt mir mit einem Lichte entgegen!“
Der Baron tappte wieder die wenigen Stufen hinauf und in den Corridor hinein, den er kaum ver⸗ laſſen. Taſtend ſetzte er ſeinen Weg fort.
Er hatte kaum einige Krümmungen des Ganges hinter ſich, da erhellte ſich vor ihm das Gemäuer, ein ſchwerer Tritt ward hörbar und eine tiefe Baßſtimme, die beinahe kläglich klang, rief ihn beim Namen.
„Ah, mein Rieſe!“ ſtammelte das Männchen und
beſchleunigte ſeinen Schritt.


