Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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er doch auch wieder denken, daß ganz gut ein paar Spitzbuben in das öde Schloß gedrungen ſein konnten, nach Dingen von einigen Werth zu ſpähen. Aber ob⸗ wohl er weder bewaffnet noch phyſiſch dazu geeignet war, mehrere Strauchdiebe aufzuhalten, ſetzte er doch ſeinen Weg fort. Doch blies er ſeine Kerze aus und ſchlich jetzt mit äußerſter Vorſicht ſo geräuſchlos wie möglich auf den Zehen weiter, mit einer Hand an der Wand vorwärts taſtend.

Der Baron befand ſich in unmittelbarer Nähe jener Steintreppe, von welcher aus der durch die kleine Agnes ſo zufällig entdeckte geheime Gang zum Steinbruche führte. Der Onkel Mondſchein wußte von der Exiſtenz dieſes Ganges nichts, denn Karl hatte vorläufig darüber geſchwiegen, dem Kinde und der Gouvernante keinen Vorwurf von Seite des alten Grafen zuzuziehen, viel⸗ leicht aber noch mehr deshalb, weil er befürchten mußte, ſeine und Fräulein Charlottens unterirdiſche Promenade möge dem Papa ein wenig verdächtig erſcheinen. Karl hatte ſich daher vorgenommen, erſt am folgenden Tage ſcheinbar die Entdeckung des Ganges zu machen, das heißt die Hausgenoſſen mit einer Fabel abzufertigen.

Nur fünf Schritte etwa von der Corridorecke ent⸗ fernt, um welche er ſchlüpfen mußte, die Treppe zu