Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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mir einige Kerkerjahre nachgeſehen wurden, was verſchlug

das? Man ſagte: Der Mörder war ein braver Burſch’

in Vergleich zu dem Erſchlagenen! Aber was verſchlug auch das? Der Mörder blieb ein Mörder, und als er frei aus dem Kerker ging, da verſagte man ihm überall Unterkommen und Beiſtand, und er wäre nun erſt recht eigentlich auf den Weg des Laſters und Verbrechens herumgetaumelt, wenn Sie ſich ſeiner nicht voll edler Herzensgüte angenommen hätten. Es war ein Wagſtück, Herr Baron, daß Sie ſich mit mir befaßten, Gott ſegne Sie für Ihren Muth,— Sie haben dadurch einen Unglücklichen vor völligem Untergang bewahrt,— Sie haben mehr gethan, ſein Seelenheil gerettet—“

„Zum Henker,“ unterbrach ihn das Männchen in verſtelltem Aerger,—„ich hab' aus Dir einen anderen Menſchen gemacht, Du langes Scheuſal, und doch wirft Dich ein Fetzen Leinwand um, und raubt Dir allen inne⸗ ren Halt? Höre, Martin,“ fuhr der Baron mit herz⸗ licher und dabei doch feſter Stimme fort—„vom erſten Augenblicke an, als ich Dich ſah, bekam ich Macht über Dich, weißt Du auch warum?“

„Ich weiß es ſchon!“ murmelte der Kammerdiener halblaut und tief ergriffen—„Sie waren der Erſte, der gütig und milde mit mir ſprach, und— mich nicht fürchtete— 1e