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„Ja. Ein Mädchen von ſieben Jahren!“
„Mir kommt eine kühne Idee! Wir werden ſie mit der Zeit beide zu beſeitigen wiſſen, dieſe Kinder, Du wirſt die Gemahlin des Alten ſein, und dann— doch denken wir nicht ſo weit! Ich habe wollen auf heimlichem Wege, den mich der Zufall entdecken ließ, in das Schloß dringen, jetzt wird Dein Scharfſinn mir Thür und Thor zu Euch öffnen, Thereſe. Aber ſag' mir, wie kamet Ihr heute unter die Erde?“
„Wir haben einen Gaſt, der im alten Schloſſe wohnen wird. Sein Erſcheinen gab mir Veranlaſſung zur Beſichtigung der Burg, der junge Graf ward mein Führer, und wie Du durch Zufall, entdeckten wir den unterirdiſchen Gang. Aber im alten Schloſſe machte ich noch eine andere Entdeckung, Fritz, die mich einen Augenblick lang ſo furchtbar erſchütterte, daß mein Be⸗ nehmen faſt verdächtig geworden wäre!“
„Und dieſe Entdeckung?“
„Ich ſah in einem der Gemächer zum Erſtenmale ein Bild, das Deinen Eintritt in's Schloß, wenn es mir auch gelingen ſollte, für Dein Erſcheinen einen Vorwand zu finden, faſt unmöglich macht!“
„Wie? Ein Bild?“
„Der Graf kaufte, wie ich erfuhr, vor mehreren Jahren einige Bilder auf einer Gemäldeausſtellung.
Adolf Schirmer. Ein Familiendämon. I. 13


